SES San Jose 2008 Recap / San Francisco
August 25th, 2008 by
Marcus
Als einer der Nachzügler (Jens hat meinen Beitrag aus dem letzten Jahr verlinkt, hihi, wer lesen kann ist klar im Vorteil; Marcus) möchte ich es mir nicht nehmen auch dieses Jahr über die SES in San Jose zu berichten. Da letztes Jahr die Premiere war bin ich dieses Jahr mit anderen Erwartungen an die Konferenz gegangen.
Die erste kluge Erkenntnis aus dem letzten Jahr, war die Anreise. Ich habe es bereut damals ausschließlich wegen der Konferenz hinzufahren und so gut wie keine Zeit gehabt mir San Francisco oder das Valley anzugucken. Dieses Mal hatte ich 9 Tage eingeplant, also 5 SES und 4 San Francisco. Das lag natürlich auch ein wenig an dem halbwegs schwachen Dollarkurs.
Zu zweit, Manfred Trienbacher und ich, haben wir San Francisco unsicher gemacht und ein paar gute Eindrücke und Einkaufstüten zur SES mitgenommen. Downtown, Union Square, Golden Gate Bridge, Alcatraz (leider nur von weitem), Fisherman’s Wharf und was nicht noch alles haben wir uns angesehen. Echt witzig sind auch die Cable Cars die in Teilen von San Francisco rumtouren. Die sind sogar als Denkmal geschützt obwohl die schon über Jahrzehnte bewegt werden. Echt crazy. Insgesamt kann man aber sagen dass San Francisco wirklich eine Reise auch ohne eine Konferenz wert ist.
Auf den Fotos unten sieht man Manfred und ein Cable Car, die Golden Gate Bridge, Alcatraz und Bubba Gump Shrimps (in dieser Reihenfolge).
Für die SES hatten wir uns neben dem Conference Center im Saint Claire einquartiert. Ein nettes Familienhotel. Kann zwar nicht mit dem Marriot oder Nikko in San Francisco vergleichen, aber ich würde das Saint Claire weiter empfehlen wenn ich gefragt werden würde.
Da die SES letztes Jahr in meinen Augen wirklich gut war und die Session „Are paid links evil“ (Youtube Gag Video, very nice) unvergesslich bleibt waren meine Erwartungen wie schon erwähnt extrem hoch. Am ersten Tag habe ich mehr oder weniger immer das Pech gehabt in der falschen Session gewesen zu sein. Zumindest kam es mir so vor, weil alle die woanders zugehört haben nicht so sehr enttäuscht waren wie ich. Die Sessions „Universal & Blended Search“ und „Semantic Search: How will it change our lives?“ waren insgesamt nur Werbeveranstaltungen für die Suchmaschinen. Jeder der Vortragenden lobte sich selbst in den Himmel und präsentierte nichts Neues oder Spannendes. Am spannendsten war noch das Intro für Todd Schwartz, Group Product Manager von Live Search. Im letzten Satz wurde ausdrücklich gesagt „and what’s real important, he’s captain in the army!“. Die armen Amis kann ich da nur sagen. Ein Soldat der Produktmanager der Live Search ist. Die letzte Session am Tag die ich besuchte war „Search Around the World - Part 2: The UK & Europe“. Wäre doch mal interessant zu erfahren wie Europa in den USA präsentiert wird und wie in anderen europäischen Ländern so gesucht wird. Der Vortrag unseres Landsmannes (David Radicke) war sehr gut und hat Deutschland gut repräsentiert (bis auf die Aussage mit den studiVZ Klonen, schließlich macht man nicht regelmäßig mit Klonen solche Produkte ;)). ABER die anderen Vortragenden, voran Anders Hjorth von Relevant Traffic waren nicht zum Aushalten. Ohne Konzept und mit ständigen Wiederholungen wurde ich sozusagen vor Ende des Vortrags aus dem Saal „gezwungen“.
Am nächsten Tag gab es dann neben den Sessions auch die Messe. Die läuft 2 Tage lang parallel zu den Vorträgen. Ab 11:00 Uhr gab es die „Webmaster on the Roof“ Live-Session von Marcus „Mediadonis“ Tandler (siehe dem Burschen mit den Lederhosen auf dem Bild). Dieses Mal waren ein paar mehr Deutsche im sonnigen Kalifornien als letztes Jahr. Es wäre noch viel cooler geworden hätte es nicht kleine technische Probleme gegeben. Die Sendung wurde Desöfteren unterbrochen. Echt Schade, aber Technik ist ja anfällig und funktioniert immer genau dann nicht, wenn sie gebraucht wird. Eine der besseren Sessions gab es nachmittags. Das war “What’s new with Google Analytics and Website Optimizer?”. Die wurde zwar gesponsert, aber war trotzdem gut. Es gab zwar keinen Grund danach Luftsprünge zu machen, aber die beiden Speaker Avinash Kaushik und Tom Leung von Google wussten genau wovon sie sprachen und haben auf mich persönlich einen Klasse Eindruck hinsichtlich Fachwissen und Vortragsweise gemacht.

Abends gab es dann den berühmten Google Dance. Motto dieses Jahr war „Glow in the Dark“. Entsprechende T-Shirts bekam man bei der Ankunft. Die Party war ein wenig überlaufender als letztes Jahr. Das BBQ das draußen veranstaltet wurde, war nicht so gut wie letztes Jahr. Die Chicken Wings waren ein wenig angebrannt. Und der (Link)juice den man zu trinken bekam war nach deutschen Verhältnissen zu „dünn“.
Ansonsten ist es natürlich immer was Besonderes im Google Hautpquartier feiern zu können! Was Besonderes ist es aber auch wenn man um 23:30 Uhr dann fast der Letzte ist.
Am dritten Tag gab es mehr SEO Sessions als an den Vortagen. Die erste war „SEO Through Blogs & Feeds“. War in Ordnung wenn man nichts Neues hören wollte. Die Speaker waren ja gar nicht mal schlecht, aber der Inhalt war eher Basic. In der darauffolgenden Session „News Search SEO“ war es genauso. Es ging überhaupt nicht um News, oder vielleicht Google News, sondern um die Optimierung von Presseartikeln. War also auch recht dünn. Die letzte Session am Tag die ich besuchte war „Black Hat, White Hat: Playing Dirty with SEO“. Speaker wie Greg Boser, Bruce Clay und David Naylor konnten nur Großes versprechen. Es gab keine Slides, sondern nur Diskussionen und Fragen aus dem Publikum. War super gemacht und recht emotional. Einige Publikum die sich als die weissesten der White Hat SEOs beschworen kamen auch mal zu Wort. Na wenn sich das nicht Matt Cutts mal alles aufgeschrieben hat.
Die Frage was ist mehr White Hat oder Black Hat wurde nicht wirklich beantwortet, aber ich sage es mal mit den Worten von Greg Boser. „SEM is real Search Engine Manipulation“. Schließlich kann man wesentlich schlechtere und weniger relevantere Seiten vor den laut Google relevanten Ergebnissen absichtlich platzieren!!! Echt geiles Statement, und doch wirklich war.
Am Abend gab es dann den Search Bash, veranstaltet im gleichen Club wie letztes Jahr von Webmasterradio. Leider dieses Jahr ohne Sumoanzüge und die berühmten SEO Fights. Dafür gab es Artisten die sich an der Decke auf und abgewunden haben. Was wäre wohl besser gewesen? Marcus und Bob die gegeneinander kämpfen, oder “super” Artisten. Die Party ging wie in den USA üblich bis 12 Uhr Mitternacht. Danach wurde dann privat bei den BOTW Guys weitergefeiert. War gut und man kam auch mal in ein paar Gespräche mit den bekannten SEO Experten.
Am nächsten Tag habe ich keine einzige Session besucht. Erstens ging die Party doch bis etwas später und zweitens klang auch keine Session wirklich spannend, so dass ich nicht traurig darüber war. Im ersten Moment nach den vier Tagen würde ich zu dem Statement kommen dass es weniger gut war als 2007, aber das war es jetzt wo ich wieder in Berlin bin eigentlich nicht. Ich werde nächstes Jahr wieder hinfahren und die SES in San Jose bedenkenlos empfehlen. San Jose ist zwar nicht die schönste Stadt ;), aber das Wetter und die Stimmung war sind schon super.
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August 26th, 2008 at 15:43
[...] gibt es ein paar gute Recaps: http://www.toprankblog.com/ Und weitere Recaps bei: Marcus (Tober), Marcus (Tandler), Jens, German Cowboys und natürlich SEO [...]
August 26th, 2008 at 17:11
[...] more german coverage of SES San Jose surf over to Marcus, Pascal or the German [...]
August 26th, 2008 at 22:24
Schöner Bericht. Macht schon irgendwie Lust.
August 26th, 2008 at 22:48
@SEOnaut
Danke. Soll auch Lust machen.
Im Grunde genommen sollte jeder mal die “Mutter SES” besucht haben wenn er Zeit und Lust und den Spaß mitmachen. Nicht jede Session ist Rocketscience (siehe Bericht), aber das ist gar nicht so wichtig. Das Drumherum ist viel wichtiger. Also, Flug fürs nächste Jahr buchen.
August 27th, 2008 at 07:44
[...] Einen weitere deutschen SES Berichte findet Ihr auch bei Marcus Tober, und für die Ohren bei [...]
August 27th, 2008 at 07:45
Hi Marcus, so etwas nett man sozialen Druck aufbauen damit Du endlich Deinen aktuell Bericht schreibst
Oktober 9th, 2008 at 12:11
[...] Zumindest Jan blieb auch im fernen Kalifornien nicht unerkannt. [...]
Juni 16th, 2010 at 08:52
[...] über wer hatte 2000 die größere Reichweite im Bereich Suche – AltaVista oder Fireball. Mit Manfred Trienbacher (Fotos von Manfred auf der SES San Jose gibt es hier ) zum Thema SEO, Südtirol, Snowboarden und [...]
Juni 25th, 2010 at 15:08
[...] über wer hatte 2000 die größere Reichweite im Bereich Suche – AltaVista oder Fireball. Mit Manfred Trienbacher (Fotos von Manfred auf der SES San Jose gibt es hier ) zum Thema SEO, Südtirol, Snowboarden und [...]