Indien 2009 - Kultur Schock und Reverse Kultur Schock

Oktober 25th, 2009 by Marcus

Vor dem Abflug in die HeimatAls der Seifertinger mir im August das Angebot machte ihn für 10 Tage in Indien mit anderen Kameraden zu begleiten, da musste ich erst mal länger nachdenken bevor ich zugesagt habe. Indien ist einfach zu weit weg kulturell und geografisch. Ich als Verfechter der westlichen Kultur hätte evtl. Schwierigkeiten sich mit einer vollkommen “unwestlichen” Kultur anzufreunden. ABER es kam alles anders als vorher gedacht. :)

“Ich liebe Indien”, so das kurze Fazit der Reise vom 09.10. bis 19.10.2009. Auch wenn ich nur einen kleinen Teil Indiens erleben durfte, so war das einfach unglaublich. Noch dazu mit 7 Kameraden mit denen man gut Feiern und Spaß haben konnte. Rene hat in seinem Blog auch ein paar Zeilen geschrieben. Genannt wurden wir die “7 Dwarves in India” und nachdem Tobias zum Dalai Lama aufbrach wurden wir das “SixPack”.

Meine Reise führte mich mit AirFrance von Berlin über Paris nach Bangalore. 13,5 Stunden die mit französischem Wein und gutem Essen kürzer waren als vorher gedacht. In Bangalore nächtigte ich in einem guten Hotel für 53 Euro die Nacht. Was in München die letzte Absteige wäre, ist in Bangalore ein 4-Sterne Business Hotel mit allem Drum und Dran. Apropos Drum und Dran. In Indien fehlt es definitiv nicht an Service Personal. Für Arbeiten die in Deutschland höchstens eine Person machen würde, gibt es in Indien in der Regel 3! Schließlich gibt es genug Personal und die Kosten sind sehr gering. So hat man sogar auf dem Klo einen “Fraggel” der nur wartet dass man fertig wird und er einem den Wasserhahn aufdrehen und die Papierhandtücher reichen kann…

2 Tage Bangalore

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bangalore-3 bangalore-4 bangalore-5Inder mögen Fotos mit Europäern Tuk Tuks und rechts daneben ein krass riesiges Einkaufszentrum Der Schornsteininger

Rene, der beste ungewollte Reiseleiter aller Zeiten, hatte den Trip so organisiert dass wir in Süd-West Indien bleiben. Unsere Reise von Bangalore führte uns deswegen nach 2 Tagen nach Goa (Anjuna). Eine sehr gute Wahl. Denn dort fanden wir malerische Strände und angenehme 32 Grad. Um mobil zu bleiben mieteten wir uns jeder ein Motorroller am Hotel. Ziemlich cool, denn erstens gibt es in Indien Linksverkehr und zweitens bin ich seit 15 Jahren kein Moped mehr gefahren. :) Aber war ziemlich geil! In Goa konnten wir uns richtig gut erholen. Tagsüber rumfahren, am Strand chillen, in Ayurveda Klinken massieren lassen und Abends gut Essen.

3 Tage Goa

goa-1 goa-2goa-3goa-4goa-5goa-6Dirk und Maksgoa-8

Danach ging es mit dem Flieger nach Kerala (Cochin). Auch dort waren die Temperaturen alles andere als herbstlich. Nur 36 Grad. :)

In Cochin blieben wir zwei Tage im Hotel Arches um danach einen Tag und Nacht auf einem Houseboot die Backwaters rauf zu fahren. Am darauffolgenden Tag fuhren wir nach Kovalam um dort Abends zurück nach Bangalore zu fliegen. Ein typisch indische Geschichte die so nur in Indien passieren kann:

Auf dem Houseboot hatte der Kapitän ab 19 Uhr die Klimaanlage für unsere Zimmer eingeschaltet. “Gemütliche” 17 Grad. Dachte wohl das wäre normal für uns Deutsche. ;) Auf Nachfrage bei ihm ob er die Temperatur nicht höher stellen kann (nur er hatte die Fernbedienung), antwortete er dass er gerne noch eine zweite Decke rausgeben könnte! Das nennt man T.I.I. This is India…

3 Tage Cochin, Backwaters und Kovalam

cochin-1Dirk und Stephanchinesische Fischernetze in CochinDas SixPack inkl. Theresa und CélineSpicemarketStephan und ichStrasse in CochinWir unter den EinheimischenUnser Houseboot mit dem wir durch die Backwaters fuhrenbackwaters-1backwaters-2backwaters-3Strand von KovalamNoch mal Strand von Kovalam

Alles in allem eine fantastische Reise. Freundliche Inder, gutes Essen, tolle Kameraden.


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